Christian Dior – Couturier du Rêve – Paris 2017

Vogue spricht von der weltgrößten Dioraustellung und die Warteschlange vor der Tür bestätigt das. Wir hatten im Vorfeld keine Karten gekauft, weil wir von der Möglichkeit nicht wussten. Als wir dann davon erfuhren, gab es keine Karten mehr für den 10.12.2017. Eine Nachfrage im Museum ergab: kein Problem, wir könnten die Karten auch an der Kasse erwerben. Was man uns nur verschwieg war die Warteschlange. Sie reichte an besagtem Tag bis zur Avenue du Général Lemonnier. Nach rund 30 Minuten stehen ging ich nach vorne zum Eingang und schaute mir an, warum nichts ging. Man ließ nur die Leute mit Eintrittskarte rein. Rund 15 Minuten lang wurde niemand ohne Karte reingelassen. Ich trottete also zurück. Eine Museumsangestellte informierte uns, dass die Wartezeit rund 4h betragen würde.

Trübselig zogen wir von dannen und schauten uns Paris an. Wer mir per Instagram folgt, wird vielleicht die dazugehörige Story gesehen haben. Gegen 17:15 Uhr waren wir dann wieder am Musée des Arts décoratifs und die Schlange bestand nur noch aus 10 Menschen. Wir also hin und waren 10 Minuten später drin.

1,5 Stunden blieben uns nur bis zur Schließung und am Ende waren es nur 1h 15 Minuten weil das Personal uns regelrecht rauswarf.

Dies waren die beiden unschönen Erlebnisse am Rande. Dazwischen die Zeit war aber sehr beeindruckend! Anfänglich wird viel über die Geschichte Diors erzählt, aber schnell bekommt man die Arbeiten zu sehen.

Beeindruckend ist die Ausstellung in Regenbogenfarben. Schuhe, Schmuck, Roben, Hüte, Modelle werden nach Farben getrennt und Reihum in den Farben des Regenbogens und mehr präsentiert.

Eine Treppe tiefer …

… geht es weiter durch verschiedene Inspirationen, zu denen jeweils Modelle der verschiedenen Designer gezeigt werden.

Nun verlässt man den komplett abgedunkelten Bereich und betritt einen lichtdurchfluteten Raum, von dessen Decke Papierblumen herunter ranken. Wer die Ausstellung Karl Lagerfelds in Bonn gesehen hat, wird hier ein Déjà vue haben. Und natürlich geht es in diesem Raum um Blumen.

Auf der anderen Seite der Treppe geht es weiter. Viele Modelle der unterschiedlichen Designer des Hauses Dior werden chronologisch gezeigt. Yves Saint Laurent (1958 – 1960), Marc Bohan (1960 – 1989), Gianfranco Ferré (1989 – 1997), John Galliano (1997 – 2011), Raf Simons (2012 – 2015) und seit Juli 2016 Maria Grazia Chiuri. Jedem Designer ist ein Raum gewidmet.

Durch einen überdimensional großen weißen Würfel in dem unzählige verschiedene Probemodelle zu sehen sind …

… geht es weiter durch einen dunklen Spiegelgang …

… in einen magisch beleuchteten Raum. Was heißt Raum? Eine Halle mit unfassbarer Deckenhöhe ist es. Anfänglich ganz blau ausgeleuchtet mit Himmelsbildern an der Decke geht die Beleuchtung über in Magenta … und wird plötzlich Taghell. Man schmeißt uns raus. In dem Raum wimmelt es von prunkvollen Abendkleidern und hier sind also die letzten Impressionen der Ausstellung.

Wer die Ausstellung noch besuchen will, kann das bis 7.1.2018 tun. Karten gibt es online wohl keine mehr. Die Warteodyssey kann ich niemandem weiterempfehlen – 4h anstehen für 2h Besichtigung? Und es ist drinnen voll! Vermutlich wird unterhalb der Woche weniger los sein – aber Achtung! Auch in Paris gilt: Museen haben Montags geschlossen 😉

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