Ein Dreiteiler a la Osklen ist es geworden

Manchmal passt es einfach. Man sieht das Designermodell, erinnert sich daran, einen sehr passenden Stoff im Lager liegen zu haben und hofft dann nur noch, dass die Menge reicht. Und ihr ahnt es richtig – die Menge reichte.

Kombiniert mit den selbst gefärbten Schuhen

Wie immer vor dem Sommerurlaub lege ich mich nähtechnisch richtig ins Zeug, damit man im Urlaub etwas zu fotografieren hat. Schließlich kommen diese Fotolocations nicht so schnell wieder. Dieses Jahr war ich extrem fleißig und habe mir zum Teil auch sehr einfache Sachen rausgesucht. Hätte man mich vorher gefragt, hätte ich nicht geglaubt, diesen Dreiteiler fertig zu bekommen. Aber es ging! Das Original ist von Osklen, einem brasilianischen Designer, und ich war von der Lässigkeit begeistert, die gleichzeitig aber irgendwie schick wirkte. So, als ob man es mit hohen Schuhe Abends zum Essen gehen tragen könnte. Einfach gut angezogen.

Quelle: Osklen Resort 2017 Fashion Show – Vogue

Einen passenden Stoff hatte ich in meinem Lager. Sehr feiner Strickstoff, recht transparent, daher ideal für sommerlichen Lagenlook geeignet. Richtig schön dehnbar und die Farbe ist ein grau mit Tendenz zu grün. Im Juli 2016 bei Mahlerstoffe gekauft – 2,5 Meter. Unten auf dem Bild ist er zu sehen:

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Quelle: enkedafasion bei Instagram

Aber ob die Menge reiche würde? Für drei Teile? Die Oberteile sind körpernah, die oberste Schicht sehr kurz. Aber die Hose würde Material fressen. Ich rechnete mit 1,7m für die Hose. 1m für das Longshirt ohne Arme und 0,5 m für das kurze Obershirt. In Summe 3,2m. Oh ha …. Die Schnitte selber sind ja nicht aufwändig. Die Hose sieht aus, als hätte sie etwas Schlag. Und unter’m Strich war die Schnittmustersuche ein Leichtes. Natürlich wieder bei Burda:

Schnell wurden sie abgepaust. Beim Obershirt griff ich zu Größe 34 und nahm dann noch 2,5cm Weite heraus. Dann griff ich zum Stoff und richtete mich auf ein längeres Tetrisspiel ein. Irrtum. Ratzfatz ging es. Schnell wurde mit wasserlöslichem Garn genäht, anprobiert, nachgeheftet (beim Unterkleid nahm ich unter dem Arm rund 3x7cm weg) und schon lagen die Teile unter der Ovi. Der Bund der Hose wurde einfach mit breitem Gummi gearbeitet, denn Abnäher und ein Reißer in einem so feinen Strickstoff? Niemals. Die Hose habe ich oben sogar doppeln können. Zum einen musste ich es wegen der Transparenz des Stoffes und zum anderen gab es die Stoffmenge her. Sämtliche Kanten blieben unversäubert. Weil ich‘s schöner finde, es dem Original näher kommt und weil ich‘s bestimmt versaut hätte, mit irgendwelchen Belegen oder Schrägband. Nein, so offenkantig ist es gut!

Mit diesem Dreiteiler bin ich rundum zufrieden. Er gefällt mir richtig gut und ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Sommer, um ihn wieder tragen zu können.

Zusammenfassung
Inspiration: ein 3-Lagen-Look aus der Resort 2017 von Osklen
Material: 2,5mx1,4m dünner Strickstoff bei Mahlerstoffe gekauft
Schnittmuster: Burda 8/2014, Shirt 113, Burda 2/2014, Unterkleid von 123Burda 3/2011, Hose 116

Kosten: leider weiß ich das nicht mehr

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