Rosetta Gettys Lagenlook…

… ist für Frostbeulen wie mich ideal.

Kombiniert mit Hose: Zara, Boots: Vagabond

Die Mode von Rosetta Getty ist vermutlich nicht bekannt? Mir was sie bis Dato zumindest völlig unbekannt, aber die in Los Angeles wohnende Designerin hat sich zumindest in mein Gedächtnis gebrannt. Nicht nur wegen des Pullover-Lagenlook-Modells ihrer Fall 2017 Kollektion, sondern weil mir beim Sichten der Vogue-App häufiger ihre Mode aufgefallen ist und als „gefällt sehr“ und „wäre ein tolles Projekt wahrgenommen habe.“

Da der Winter kalt und lang war, war recht schnell klar, dass folgendes Modell genäht werden will:

Quelle: Rosetta Getty Fall 2017 Ready-to-Wear Fashion Show – Vogue

Na, eigentlich sollte ich sagen „Modelle“, denn ihr sehr zwei Oberteile übereinander. Einen Pullover, der bei genauer Recherche einen Schlitz am Hals hat, aber keine weiteren Details aufweist. Und einen Überwurf mit Rollkragen, der etwas an den Rollikragen aus der Fall 2016 Kollektion von Ports 1961 erinnert.

Als Stoff habe ich mir diesen Strickstoff Feinstrick Rippe – grau ausgesucht. Strickstoff zu finden ist gar nicht so leicht. Und es ist noch schwieriger, wenn man ihn sucht. Der Stoff kratzt nicht und ist ganz angenehm zu tragen – ein bissel stört mich die Kunstfaser, aber es geht noch. Allerdings ist er nicht leicht zu handhaben, denn er kann sich richtig arg dehnen – wie schneidet man sowas? Im gedehnten Zustand oder eher nicht? Ich habe mich für den ungedehnten Zustand entschieden und das war auch gut so. Und außerdem ist er richtig schwer. Eine sehr positive Eigenschaft ist, dass man ihn unversäubert verarbeiten kann. Da ribbelt nichts!

Das Schnittmuster des Pullovers ist eine Abwandlung von Burda 9/2016, Modell 124. Natürlich ohne V-Streifen, ohne Mittelnaht, ohne Bündchen, ohne Rollkragen und dafür Länger und mit Seitenschlitz und am Halsausschnitt ist ein Schlitz.

Den Rolliüberwurf habe ich unter Zuhilfenahme vom Ports 1961 Rollikragen zugeschnitten. Allerdings ist er mit 50cm deutlich breiter, da er über die Schultern reicht. Auch sind die Schultern deutlich runder gearbeitet, weil der Überwurf nicht auf den Schultern aufliegt sondern sie richtig umfließt. Der Rollkragen ist extra lang und nur einlagig verarbeitet. Theoretisch wollte ich noch die vordere Länge des Überwurfs anpassen, weil ich nicht ganz die Proportionen des Originals einhalte, aber mir gefällt es, wie es ist (vorn: 60cm, hinten: 100cm)

Alle Kanten sind offen verarbeitet – das geht mit dem Stoff und andererseits würde ich mit ihm auch keinen umgelegten Saum arbeiten wollen, wegen seiner Dicke/Schwere und weil sich die Rippe extrem dehnt/zusammen zieht. Bis man so etwas wellenfrei genähnt hätte … nee, das muss ich mir nicht antun. Da ich noch Stoff übrig hatte, habe ich auch noch einen Rolliüberwurf a la Ports 1961 gearbeitet, so kann ich den Überwurf variieren. Nur warmer Hals und Bronchien: Ports 1961 Rolliüberwurf, wenn man Rücken und Nieren auch noch gewärmt haben will: Rosetta Getty Rolliüberwurf 🙂

Ich überlege, ob ich mir noch einen Pullover oder Überwurf in einer anderen Farbe arbeiten soll, dann hätte ich ein paar Kombinationsmöglichkeiten. Mal schauen, jetzt ist erst mal der Winter vorbei.

Zusammenfassung
Inspiration: Rosetta Getty Fall 2017 Ready-to-Wear Fashion Show
Material: 3×1,2m Strickstoff Feinstrick Rippe – grau von Stoffe.de
Schnittmuster: Abwandlung von Burda 9/2016, Modell 124
Kosten: ca. 45 €

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