Schon wieder Pelz und Marissa Webb stand Pate

Es wird Frühling – auch in Berlin. Doch Nachts ist’s noch ziemlich kühl und das ist auch gut so. Denn sonst könnte ich Euch diese Fellweste nach einer Kreation von Marissa Webb, jetzt nicht mehr zeigen, ohne Unverständnis und Kopfschütteln zu ernten.

Kombiniert mit Kleid (DIY), Strickstrumpfhose (n.n.), Plateaustiefel (Miu Miu)

Die Fall 2016 Kollektion von Marissa Webb bietet viel. Insgesamt gefallen mir drei Modelle, die ich vom Fleck weg hätte nähen könnten. Aber dafür ist leider nicht genügend Zeit und somit muss ich leider priorisieren. Wobei ich befürchte, dass die amerikanische Designerin mit koreanischen Wurzeln häufiger mein Herz höher schlagen lassen wird. Ihre Mode möchte ich weiblich, aber doch irgendwie straight bezeichnen. Zumindest haben die Modelle, die mich ansprechen, diese Eigenschaft.

Ich sprach gerade von Priorisieren. Eigentlich entspricht das nicht der Wahrheit. Denn die Entscheidung ist eher darauf zurückzuführen, dass ich beim Aufräumen noch einen wunderbaren Webpelz gefunden habe. Vor Jahren bei Texal gekauft hatte dieser Pelz keine Bestimmung mehr, daher wurd‘ er mein und sollte zu dieser Fellweste oder – wie es in Marissa Webb’s Shop hieß: Popover werden. Wie nennt man das auf Deutsch? Überzieher? Irgendwie unglücklich. Hat jemand einen besseren Vorschlag?

Quelle: Marissa Webb Fall 2016 Ready-to-Wear Fashion Show – Vogue

Die Suche nach einem Schnittmuster für diese Fellweste lag noch in jüngster Vergangenheit, daher wusste ich: ein passendes Schnittmuster werde ich in meinem Bestand nicht finden. Also griff ich kurzerhand zum selben Schnittmuster, nämlich Modell 114, aus dem Burdaheft 11/2016.

Folgende Änderungen habe ich gemacht:
– Das Seitenteil hat oben einen gerade Armausschnitt bekommen.
– Das Vorderteil wurde im Stoffbruch zugeschnitten.
– Vorder- und Rückenteil wurden etwas ausgestellt.
– Die untere Kante wurde nachträglich komplett abgerundet – vorn etwas kürzer als hinten (vokuhila ruft immer so schlimm Bilder im Kopf hervor, deshalb will ich es nicht schreiben)

Der Rollkragen ist einfach der gemessene Ausschnitt als Rechteck geschnitten und so lang, dass man ihn einmal umschlagen kann. Hier wäre es geschickter gewesen, den nach außen umzuschlagenden Teil etwas auszustellen, damit er leichter über den inneren Teil passt.

Die Weste und der Kragen sind komplett gefüttert, damit sich die Weste leichter an- und ausziehen lässt. Außerdem war die linke Seite des Pelzes so derart ruppig und unschön.

Die Weste ist etwas länger als das Original weil’s mir am Bauch sonst zu kalt wäre. Und diese Lederstreifen unter’m Ärmel (das war im Shop von Marissa Webb zu sehen) habe ich als unnötig empfunden und daher weggelassen.

Zusammenfassung
Inspiration: Fellweste/-überzieher aus der Fall 2016 Kollektion von Marissa Webb
Material: ca. 1m x 1,5m Kunstfell von Texal
Schnittmuster: Abwandlung von Burda 11/2016, Modell 114
Kosten: unbekannt (vielleicht 15€?)

2 Gedanken zu „Schon wieder Pelz und Marissa Webb stand Pate&8220;

  1. Deine Fellweste gefällt mir sehr! Die Form ist ungewöhnlich, aber sehr schick und die Kombination mit dem Strickkleid finde ich super. Überhaupt mage ich die Mode von Marissa Webb sehr und habe vor kurzem eine von ihr inspirierte Bikerjacke genäht. Ich würde mich also über mehr Marissa Webb inspirierte Projekte freuen 😉

    Liebe Grüße
    Julia

    1. Hallo liebe Julia,

      es freut mich, dass Dir die Weste so gut gefällt. Mir auch 😉 Ich habe sie schon einige Male getragen und man fühlt sich damit einfach richtig angezogen. Ach ja, stimmt, Deine Biberjacke, die Du bei „Vom Laufsteg in den Kleiderschrank“ gearbeitet hast, ist ja auch von Marissa Webb inspiriert 🙂 Sie ist übrigens super geworden, auch in dem Olivton gefällt sie mir sehr gut. Die Farbe ist ein Allrounder; ähnlich wie Jeans passt sie zu vielen anderen Farben und Mustern. Und ob ich Deinen Wunsch nach mehr Arbeiten inspiriert von Marissa Webb erfüllen kann, wird sich zeigen. Ich werde auf jeden Fall an Dich denken 🙂

      Liebe Grüße
      Kerstin

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