Sportliches Bling-Bling mit Filles á Papa

Mit diesen Sweatshirt begann alles, die Idee wurde geboren und die Story im Kopf gezeichnet.

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Kombiniert mit Hose: ZARA, Schuhe: CAFéNOIR

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FillesAPapa_Winter2015_PaillettenSweatshirt_6Kombiniert mit Hose: G-STAR Elwood, Schuhe: Kennel & Schmenger, Gürtel: Liebeskind

Ende letzten Jahres blätterte ich eine Grazia durch, die ich von Airberlin als Amusement zum Flug zwischen Köln/Bonn und Berlin bekam. In einem Fashion Artikel ging es um die Vorweihnachtszeit und was man denn Festliches tragen könne, wenn man erst zum Weihnachtsmarkt und anschließend den Abend beim Italiener ausklingen lassen wolle. Glitzer-Sweater! Schön warm und nicht überschick sollte es sein. Modelle von Steffen Schraut, Versus Versace, eine flanierende Kate Moss im Paillettentop wurden gezeigt und dazwischen war ein grauer Sweater mit irisierenden Pailletten auf Brust und Armen zu sehen. Der Sweater ist von Filles á Papa, einem belgischen Label, das 2009 von zwei Schwestern gegründet wurde. Das Shirt gefiel mir sehr, aber ich tu mich mit diesem typisch melierten Sweatshirtgrau schwer. Reine Farben sind mir deutlich lieber und sie erinnern mich weniger an Sportunterricht ;-). Aber dazu später mehr. Ein Schnittmuster war schnell gefunden: das Sweatshirt 114 aus der Burda 9/2014. Das Shirt hatte ich bereits genäht, daher wusste ich, das man sehr ! viel ! Weite rausnehmen kann. Dann rutscht es auch nicht die Schulter herunter. Da ich U-Boot-Ausschnitte liebe und einem klassische Halsausschnitt vorziehe, entschied ich mich auch hier, vom Original abzuweichen.

Schönen bezahlbaren Pailletten-Stoff zu finden, gestaltete sich hingegen nicht so leicht. Im Internet fand ich gar nichts passendes. Aber mir fiel das Stoffgeschäft Texal in Berlin ein. Dort findet man immer besondere Stoffe, die auch gern etwas ‚lauter‘ sind. Zwei Paillettenstoffe nahm ich dort mit. Einer klassisch mit glänzend silbernen Pailletten und einer mit mattierten rosenquarz-gold-farbenen Pailletten. Am liebsten hätte ich mattsilberne gehabt, aber da es sie nicht gab und ich mich nicht entscheiden konnte … 35 cm kosteten 12,25 € und irgendwie war ich mir sicher, dass ich beide Stoffe verwenden kann.

Mit den Paillettenstoffen ging es dann zu Stoff und Stil. Nach ausgiebiger Suche und Farbvergleich fiel die Entscheidung auf einen dunkelgrauen Ribjersey, der perfekt zum rosenquarzfarbenen Paillettenstoff passte.

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Das Shirt war schnell zugeschnitten und die Größe samt Platzierung der Paillettenflächen ließ sich an meinem zuvor genähten Shirt mit Nesselstoff simulieren.

Lang hatte ich überlegt, wie ich die Paillettenflächen auf das Shirt nähe. Mit eingeschlagenen Kanten schien mir eine blöde Idee zu sein, weil die Pailletten kaum eine scharfe Kante zulassen würden. Nähen ließ sich der Paillettenstoff, aber schön sah die Naht nicht aus. Beim genaueren Betrachten des Originals kam ich auf die Idee, Jerseysteifen lang zu ziehen – dann rollen sie sich etwas.

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Diese Streifen habe ich rundherum unter den Paillettenflächen mitgefasst.

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Damit werden Naht und Kante etwas verdeckt.

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Nachdem die Paillettenflächen befestigt waren, hab ich das Shirt zusammengenäht.

Am Original sieht man, das die Nahtkanten etwas aufgefleddert sind. Das könnte man z.B. mit einer Nagelfeile nacharbeiten, aber zum einen möchte ich, dass mein Sweatshirt länger lebt und zum anderen finde ich es in der jetzigen Stoff-Farbkombination nicht passend.

 

Die Materialkosten des Sweatshirts belaufen sich auf ca. 35 €.

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