À la Chanel – ein Kleid oder…?

Auf jeden Fall ist es asymmetrisch.

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Kombiniert mit Hose: Wolford, Stiefel: Navyboot

Die Runway Show Ressort 2016 von Chanel ist eigen. Für mich ist sie nichts, wo ich ins Schwärmen gerate und mich frage, für welches von diesen vielen Modellen ich mich entscheiden soll. Nein. Hätte ich das Modell nicht in der Zeitung gesehen, hätte ich’s sicherlich niemals entdeckt.

Quelle: Chanel Resort 2016 Fashion Show – Vogue

Aber so hatte es meine volle Aufmerksamkeit und daher schaute ich gespannt die Kollektion durch bis ist es entdeckte. In DER Pantone Farbe des Jahre 2016. Wobei ich die Farbe sehr unpassend finde. Dieses sanfte rosa gepaart mit der klaren Linie und dann noch einer schwarzen Hose. Die zwar aus Spitze ist aber …. irgendwie war klar: rosa wird mein Modell nicht. Kontrast zur Hose darf/soll es aber haben, weil man sonst die Linie nicht sieht. Auf der Suche nach einem passenden Stoff fand ich dann den Viskose-Schurwolljersey von Florence. Eine wunderbare Qualität und für ein Modell von Chanel durchaus angemessen.

Beim Schnittmuster orientierte ich mich an einem Rollkragenpullover, den ich vor Jahren mal auf meinen Oberkörper und meine Bedürfnisse angepasst hatte (siehe auch im offiziellen Burda-Archiv). Sämtliche Teilungsnähte waren entfallen, einen Reißer braucht man auch nicht und heraus kam ein Rolli, der aus Vorder- und Rückenteil, zwei Ärmeln und einem Rollikragen besteht. Den Rolli hatte ich dann mit Hilfe eines geraden Rockteils (z.B. Vogue 2091, Modell A) zu einem langen geraden Rollkragenkleid umgewandelt. Dieses Rollkragenkleid stand – genauer LAG dann Pate.

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Natürlich könnt ihr auch ein gekauftes Rollkragenkleid nutzen und müsst nicht so einen Zirkus veranstalten wie ich ;-).

Zuerst habe ich das Kleid auf das Papier gelegt und die Umrissen gestrichelt. Anschließend wurden die Lagen getauscht und mit Pi und Daumen wurde das Cut-out, die Rundung, gearbeitet. Zuerst hab ich einen Versuch gezeichnet und anschließend ist mein Freund nochmal ‚drüber‘. Im Endeffekt habe ich seine Linie genommen (im Bild der kräftigere Bleistiftstrich) aber noch gute 2-3 cm Nahtzugabe dazugenommen. Die Zugabe war nötig und noch etwas mehr hätte auch nicht geschadet, denn der Körper mit seinen Rundungen und der Dreidimenionalität hat mehr Stoff geschluckt als das zweidimensionale Modell hat vermuten lassen.

Die Cut-out-Rundung und die Saume habe ich einfach nach innen gelegt und mit Hexenstich unsichtbar gearbeitet.

Im Endeffekt hätte das Kleid oder…? insgesamt etwas mehr Weite brauchen können und die Cut-out-Rundung ist nichts für ausladende Hüften. Aber da es auf den Sommer zugeht, habe ich jetzt einen weiteren Grund, mehr Sport zu machen ;-).

Nachwort: die Hose habe ich ebenfalls genäht – extra für das Oberteil. In Anlehnung an die Spitzenhose von Chanel. Aber darüber schreibe ich nächste Woche.

Die Materialkosten belaufen sich auf ca. 36€.

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