Ein Kleid oder…? bekommt einen Partner von Chanel

Das Chanel – ein Kleid oder…? ist wegen der Asymmetrie eine kleine Herausforderung. Und zwar an das Kleidungsstück, mit dem man es kombinieren möchte. Deshalb gibt es auch die Chanelhose.

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Kombiniert mit Schuhe: Buffalo

Das Kleid, oder…? ist auf der linken Körperseite sehr hoch ausgeschnitten. Grob Taillenhöhe.
Dazu einen Kombipartner zu finden, ist nicht unbedingt leicht. Und da mir der Komplettlock von Chanel recht gut gefiel, fasste ich den Entschluss, auch die Hose nachzunähend.

Quelle: Chanel Resort 2016 Fashion Show – Vogue

In meinem Bestand hatte ich einen Stoff, an den ich sofort denken musste. Keine Spitze aber ein ganz toller Jacquard. Er stammt von Alfatex und war der Originalstoff von Burda 9/2014 Modell 110. Die Farbe ist schwarz-blau oder manchmal auch blau-schwarz ;-). Ich erwarb ihn als Coupon mit unbestimmtem Verwendungszweck. Leider leider leider mit nur 1,25 m Breite. Aber mit 1,8m ließ sich doch bestimmt ein Hosenschnittmuster finden?

Das Model Maartje Verhoef trägt eigentlich nicht nur eine Hose, sondern auch einen passenden Body oder vielleicht ist es auch nur ein Taillengürtel? Wenn man in das Bild hineinzoomt, wird zwar alles unscharf, aber der Hosenbund ist klar erkennbar. Bei der Runway Show es noch besser zu erkennen (bei Minute 8:35) Mir ist schleierhaft, was sich Chanel dabei gedacht hat. Eine taillenhohe Hose ist m.E. eine bessere Lösung.

Da ich seit Jahren die Burda abonniert hab, hatte ich viele Hosen zur Auswahl. Aber die geringe Stoffbreite machte es alles andere als leicht. Deshalb musste ich auch schweren Herzens Abstriche bei den Hosenbeinen machen. Für die Beinweite hätte ich min. 135cm Breite benötigt. Und die Taillenhöhe war mir wichtiger. Also fiel meine Wahl auf Burda 10/2012 Modell 116. Diese Hose hatte ich schon mal genäht und dabei den Bund einige cm erhöht. Sie passte perfekt unter das Kleid, oder…?. Als ich das Schnittmuster auf dem Stoff liegen hatte, fasste ich spontan den Entschluss, etwas auszuprobieren. Die Innennaht der Beine bot mir leider kaum Spielraum aber die Außennaht. Statt die Außenlinie figurnah zu schneiden, verlängerte ich einfach die breiteste Stelle (Hüfte) gerade nach unten. Leider habe ich vergessen, ein Foto davon zu machen. Ich versuche, eine Skizze nachzureichen. Sollten die Hosenbeine bei der Anprobe sonderbar wirken, könnte ich sie ja immer noch skinny machen. Musste ich aber gar nicht. Die Hose saß toll. Perfekt ist sie nicht, aber ich finde keinen eindeutigen Makel. Die Länge wurde kurzerhand festgelegt, und sowohl Hosenbund als auch Säume wurden mit Ripsband schick versäubert.


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Faszinierend finde ich, dass sich die Hose/der Stoff/die Farbe gut kombinieren lässt.

Die Hose zaubert wunderbar lange Beine und erinnert mich ein wenig an die 70er.

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Kombiniert mit Bluse: selbstgenäht, Schuhe: Buffalo, Lederjacke: Strenesse

Allerdings ist der Stoff nicht ganz unproblematisch. Steckt man ein Oberteil in die Hose, trägt das sehr auf (der Stoff ist butterweich). Und beim Tragen gibt er doch sehr nach und leiert etwas aus. Theoretisch wäre enger nähen eine Lösung, aber dann müsste ich auch den Stoff etwas verstärken und ich wüsste nicht, wie oder womit. Solltet ihr Ideen haben: ruhig her damit.

Den Materialpreis bleibe ich Euch leider schuldig, weil ich vergessen habe, in meinen Unterlagen die Alfatexbestellung rauszusuchen.

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