Einfach ist die Welt mit Isabel Marant

Ein saubequemer Ov… ehmm … Jumpsuit ist es geworden! Dabei ist das Gute Stück purer Zufall gewesen. Obwohl Arbeitsstunde um Arbeitsstunde verfloss, musste er fertig werden und mit nach Italien. In Ostuni bekam er dann seinen großen Auftritt 😉

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Kombiniert mit Top (Zara), Sneaker (Kennel & Schmenger), Armband (Trina Tygrett)

Normalerweise schaue ich mir Runway Bilder an und sehe ein Modell, das nachgearbeitet werden muss. Sprich, ich hätte mir bei Vogue die Spring 2016 Kollektion von Isabel Marant angeschaut, irgendwann wäre mir der gelbe O… Jumpsuit aufgefallen und ich hätte den Entschluss gefasst, ihn ganz bestimmt nicht nachzusehen 😀

Quelle: Isabel Marant Spring 2016 Ready-to-Wear Fashion Show – Vogue

Warum? Zu kompliziert. Dafür findet man kein Schnittmuster. Und selber konstruieren? Nein, zu aufwändig. Aber so war das nicht. Die Geschichte muss vielmehr lauten: als ich die Nähtrends 03/2016 durchblätterte, fiel mir dieser … Jumpsuit auf. Ein tolles Teil und er sollte auch noch von einem Designer sein? Sofort schaute ich mir bei Vogue sämtliche Kollektionen von Isabel Marant an bis ich ihn fand. Und da war der Entschluss gefasst – er wird im Namen von enkeda genäht!

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Als ich begann, das Schnittmuster abzuzeichen, kam in mir das Gefühl auf, dass der Ov… Jumpsuit vielleicht doch keine gute Idee ist. Er besteht aus sehr vielen Einzelteilen und die Anleitungen von Patrones sind gerne eine Herausforderung (Anmerkung: die Nähtrends ist die deutschsprachige Ausgabe der spanischen Patrones). Das Gefühl wurde verdrängt und im Kopf ging ich meinen Stoffbestand durch. Gefunden habe ich dort den perfekten Stoff! Irgendwann mal auf irgendeinem Markt gekauft. Poly in Leinenoptik? Grausilbern schimmernd. Und die Länge reichte auch. Entschlossen legte ich das Schnittmuster auf den Stoff und Schnitt los. Bis hier hin war es noch einfach. Das Nähen hingegen war schlimm – also die Anleitung war schlimm …

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Irgendwann schrieb ich Nummern in die Anleitung und auf die Schnittteile und dann ging es einigermaßen. Erschwerend kam hinzu, dass ich Oberteile meist etwas verlängern muss. Bei einem Jumpsuit 🙂 ist das besonders wichtig, sonst kneift und spannt es unangenehm. Also nähte ich Hosenteil und Oberteil samt Träger getrennt und wartete bis zum Schluss mit den Passeteilen. Wie sich herausstellte, war meine Sorge unbegründet. Aufgrund der Näherfahrung von Sybille von dasbürofürschönedinge kam ich auf die Idee, die Weite des Oberteils etwas zu reduzieren. Das war dumm. Denn damit musste ich auch die Weite der Hose reduzieren. Ohne Reißverschluss ist das mutig und wäre fast schief gegangen. Sämtliche Nahtzugaben wurden bis auf den letzten Millimeter ausgereizt und ich darf kein Gramm zunehmen.

Der Jumpsuit ist trotz alle dem super geworden und ich bin froh, dass ich ihn genäht habe. Der Stoff ist ein klein wenig ruppig, aber der Look entschädigt alles. Das Nacharbeiten kann ich aufgrund der spartanischen Anleitung nicht uneingeschränkt empfehlen.

Die Materialkosten kann ich nur raten … 3m Stoff vom Stoffmarkt … 30 €? Vermutlich weniger.

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