Modedesign und Sustainability …

Sowohl Mode als auch das Thema Nähen kann man auf unterschiedliche Art und Weise betrachten. Manchmal ist es einfach ein Coupon Schnäppchen und das Schnittmuster, das uns neugierig gemacht hat, manchmal ist es ein Stoff oder ein Kleidungsstück, das uns magisch anzieht, an dem wir nicht einfach vorbeigehen wollen. Und manchmal ist es so viel, dass man den Entschluss fasst, Modedesign zu studieren.

Wer mich nicht zum ersten Mal liest, wird ahnen, dass ich eine Verbindung zur HTW Berlin habe und daher immer mal wieder über die Studiengänge Modedesign und Bekleidungstechnik berichte. Andere Berliner Modehorizonte versuche ich nicht unberücksichtigt zu lassen, aber die HTW überwiegt, weil der Zugang für mich recht einfach ist.

Lesen das andere Berliner Modehorizonte? Wenn ja – meldet Euch bei mir! Ich komme auch gerne bei Euch vorbei. Meine eMail-Adresse findet ihr im Kontaktbereich.

Zurück zur HTW und den Studiengang Modedesign. Es ist schon ein paar Tage her, aber ich möchte über eine kleine Ausstellung berichten:

Kollektionskonzept 1 – Schwerpunkt Sustainability
HTW, 3. Semester Modedesign
Titel des Projekts/ der Aufgabenstellung: „RAW and Beyond“

Das Projekt begann mit einer Recherche zu nachhaltigem Kleidungsverhalten (sustainable wardrobe studies), aus der heraus die einzelnen Kleidungsstücke und Kollektionen entwickelt wurden.

Hier ein Auszug aus dem Hand-Out zum Semesteranfang:

Die Ästhetik des Zukünftigen erscheint nicht mehr ausschließlich smooth und glatt. Postmoderne, urbane, rohe, archaische Ästhetiken werden zum Beispiel auf der Mailänder Möbelmesse 2017 oder auch auf der Art Week Berlin 2017 als mindestens ebenso kontemporär empfunden als zum Beispiel futuristische Stromlinienförmigkeit, welche ihrerseits heute vielmehr zu einer Art Retrokonzept des Zukünftigen geworden ist. Ausgehend von diesen Entwicklungen sind die Studierenden des Kollektionskonzept I – sustainability unter dem Thema RAW and beyond aufgefordert jeweils (einzeln oder im Team) eine Kollektion zu entwerfen die…

1. … Standpunkt zum Themenkreis Sustainability bezieht, und sich dabei auf zwei Schwerpunkte konzentriert:

sustainable wardrobe (qualitative Sozialforschung, Fotorecherche Bekleidungsklassiker)
ökologisches Material (Verwendung von mindestens 50% hessenleinen, gesponsort von hessnatur in der Kollektion)
darüberhinaus entscheidet jeder ausgehend von seinem Konzept inwieweit weitere sustainable-Schwerpunkte in der Kollektion eine Rolle spielen

2. … im Konzept der Kollektion die Eigenschaft „RAW“ und einen (oder mehrere) Gegensätze zu diesem er- und verarbeitet.

Dabei soll die Entwurfsarbeit dem Äquivalent von mindestens 5 Outfits entsprechen bzw. mindesten 5 Outfits umfassen. Umgesetzt werden soll mindestens ein Outfit bzw. das Äquivalent im Arbeitsumfang eines Outfits.

Gearbeitet haben die Studierenden mit einem Material das ebenfalls seitens Sponsors hessnatur genutzt und gefördert wird: dem hessenleinen.

Die Arbeiten dieses Projektes seht ihr hier auszugsweise:

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